KommHUB – Challenge #1

Chal·lenge, Plural: Chal·len·ges von engl. challenge Herausforderung, schwierige Aufgabe

Um den digitalen Wandel aktiv mitzugestalten und daraus entsprechend Mehrwerte zu generieren, bedarf es besonders für Gemeinden, Städte und Landkreise Ideen, aus denen konkrete Konzepte erarbeitet und letztendlich auch erfolgreich umgesetzt werden. Oftmals fehlt dafür der Raum zur Ideengenerierung sowie die notwendigen Ressourcen.

Aus diesem Grund hat das Land Baden-Württemberg unter dem Dach der Digitalakademie@bw den KommHUB ins Leben gerufen. Kernstück des KommHUB ist die Umsetzung kommunaler Herausforderungen sog. „Kommunale Challenges“, innerhalb derer Kommunen ihre konkreten Problemstellungen und ggf. erste Ideenansätze einreichen können.
Eine Jury entscheidet dann über den Gewinner der jeweiligen Challenge und die Zusammenarbeit mit dem KommHUB kann losgehen. Unter Einsatz agiler Methoden wie Design Thinking, Scrum, Kanban, etc. wird in einem partizipativen Prozess zunächst die Ursache analysiert und anschließend eine konkrete Lösung erarbeitet, die bestenfalls als Prototyp in der jeweiligen Kommune implementiert wird. Dabei kann das innovative Konzept sowohl organisatorischer als auch technischer oder wissensbasierter Natur sein.
Für die Dauer des zu erstellenden Prototyps stellt der KommHUB sowohl personelle als auch finanzielle Ressourcen für den Gewinner der Challenge zur Verfügung.

In den beiden nächsten Jahren werden im Rahmen von drei Challenges unterschiedliche Themenfelder rund um die Digitalisierung aufgegriffen und entsprechende Prototypen in Zusammenarbeit mit bestimmten Kommunen entwickelt.

Wir starten mit Challenge #1, die sich an der Schnittstelle zwischen Verwaltung und Bürger*innen den beiden Themenfeldern Augmented Reality und Spracherkennung widmet.

Die Challenge ist also zweigeteilt:

  1. Augmented Reality (engl. erweiterte Realität) bedeutet, dass dem realen Sichtfeld eines Nutzers virtuelle Informationen bspw. mit Hilfe eines mobilen Endgerätes hinzugefügt werden. Über die Kamerafunktion können dann unterschiedliche Objekte mit Zusatzinformationen betrachtet werden wie bspw. ein interaktiver Stadtplan, der zusätzliche Informationen zu historischen Gebäuden bereitstellt. In Bezug auf diese Challenge stellt sich folgende Frage: Wie können erweiterte Realitäten dazu beitragen, dass Bürger*innen Verwaltungsdienstleistungen besser nutzen können und dadurch für beide Seiten ein Mehrwert erzeugt wird?
  2. Besonders für Menschen mit motorischer Einschränkung kann Sprachsteuerung im Behördengang vieles erleichtern. Aber auch für Behörden selbst kann dies zu einer Arbeitsentlastung und effektiveren Nutzung der ohnehin begrenzt zur Verfügung stehenden Zeit eingesetzt werden. In Bezug auf diese Challenge stellt sich folgende Frage: Wie kann automatische Spracherkennung die Sachbearbeitung entlasten und den Bürger*innen einen besseren Zugang zu Dienstleistungen des Bürgeramts eröffnen?

Natürlich sind auch Ideen erwünscht, die beide Themeninhalte kombinieren.

Sind Sie Vertreter*in einer Kommunalverwaltung und haben zündende Ideen zu einem oder beiden Themen? Haben Sie sich vielleicht schon mit Kolleg*innen aus anderen Verwaltungen darüber ausgetauscht? Dann sind Sie genau richtig bei der KommHUB-Challenge #1. Lassen Sie uns Ihre Ideen mit der Unterstützung des KommHUB realisieren und somit die Digitalisierung in der Verwaltung vorantreiben.

Wir freuen uns auf Ihre Ideeneinreichung unter https://www.digitalakademie-bw.de/news/kommhub-challenge-1/. Nutzen Sie hierfür bitte dieses Anmeldeformular.

Bei Fragen steht Ihnen das Team KommHUB bei der Komm.ONE (kommhub@komm.one) oder der Leiter des KommHUB Peter Wöhrle (peter.woehrle@komm.one) zur Verfügung.

Und so geht’s:

  1. Sie reichen Ihre Idee/ Herausforderung digital beim KommHUB ein
  2. Eine Jury entscheidet, ob Ihre Idee/ Herausforderung im KommHUB (weiter-) entwickelt bzw. bearbeitet wird
  3. Sie erhalten einen Bescheid, ob Ihr Vorhaben beim KommHUB angenommen wird
  4. Sie bekommen eine Einladung, gemeinsam mit uns, Ihre Challenge umzusetzen – und es kann losgehen.

Am Ende entsteht eine funktionierende prototypische Lösung für Ihren kommunalen Bedarf.